Heimweh?

Lieber Kesselgassenblog…

seit zwei Tagen bin ich wieder von der Kesselgasse zurück in der Realität. Was habe ich nicht alles gesehen, was habe ich nicht alles erlebt. Mein Zuckerhaushalt ist noch immer nachhaltig von den drei Schwestern geschädigt. Stehe ich in der Arbeit, gelüstet es mich nach den braunen Zungen, die mich “schneller” machen… oder den grünen Dingern, die mir “Hoffnung” geben. Hoffnung bald wieder vor dem Kontor Arcanum zu stehen und den Stadtrat zu verlangen, oder doch Magiste… ähm, verzeihung, Meister Dreiwasser? Ach nein, ich wollte ja doch noch zum Feensammler um mir endlich seine Sammlung zeigen zu lassen und mir einen unfassbar langen In-Time Vortrag über Feen anzuhören… oder doch zu der Schriftgelehrten um mir die Arbeit der Entschlüsselung verschiedenster Geheimschriften zu ersparen (und heimlich ihre Übersetzungstäfelchen auswendig zu lernen)?! Am liebsten alles zugleich. Oder doch wieder eine von den Roten für die “Leidenschaft”, mit der die Spieler an dieses Projekt rangegangen sind?

Ich erwische mich, wie ich in langweiligen Teamsitzungen gedanklich wieder im Kessel sitze und mir ein seltsam gehörntes unterwürfiges Wesen Wasser und Knabberreien reicht, ein prunkvoller Magier – der bekannteste von uns allen wohl – mir Dinge über “Theki” erzählt und Meister Plauze mich wieder “Amestris, du alte Vettel” nennt… Während ich über Siltar schimpfe und mich wundere, warum das Imperium seinen Vormund noch nicht geschickt hat. Wie ich den Magister und seinen Schüler beobachte und mich frage: Woher kenn ich nur dieses Gesicht? Vielleicht gibt’s auch eine Süßigkeit gegen das Vergessen? Sause-Brause ist’s schonmal nicht.

Zurück am Schreibtisch möchte ich mit den Händen fuchteln und ein paar Kristallen eine Beschwörung entgegen hauen – etwas was mir die ganze Zeit verwehrt blieb. Man hält sich ja doch vornehm zurück als Obermufti. Dann denke ich daran, wie ein gewisses Dreigestirn den Ritualmeister beknieten endlich die Energie ihres Artefakts anzunehmen und dann der Wink des Schicksals: Der Ritualmeister hat eine Fehlfunktion, gerade als Punktegleichstand herrscht. Was für ein schönes Ergebnis… Drei Kristalle – drei Farben. Als wär’s so gewollt…

Mein Kopf ist voll von Artefakten, Büchern – dicken wie dünnen! Zauberstäben. Einer Bibliothek mit einem Hut einer großartigen Bibliothekarin und zwei charmanten Helferinnen. Einem sehr schön eingerichteten Zelt, mit tollen Bänken und Tischen, mit Karten an der Wand und dem ein oder anderen Kleinod in Buchform. Wie viel lieber würde ich jetzt darin schmökern – als in den langweiligen Protokollen der letzten Wochen..

Beim Autofahren schließlich, drifte ich wieder ab… Direkt ins Magische Allerley. Wieder weiss ich nicht wohin ich gucken soll. So viele Dinge zu sehen, nichts was mal gleich aussieht. Alles anders, alles genial. Fast sehnlichst vermisse ich schon in meinen Dienstbesprechungen den seltsamen Vogel mit seinen aufheiternd frechen Botschaften… oder die Gespräche mit den drei ausgesprochen großartigen Ladenbesitzern, von denen einer schon immer weiss, was als nächstes passiert und der andere um keine Ausrede verlegen ist.

Aber nächstes Jahr! Nächstes Jahr, sage ich mir! Man möchte meinen, diese verdammten Pilze machen wirklich süchtig. Süchtig nach mehr. Süchtig nach dem Kessel… und der dazugehörigen Gasse die des nächtens in mystischem Grün erstrahlt, gespeißt von glühendem Froschlaich. Ich glaube ich könnt’s wieder tun… aber erstmal brauche auch ich Ruhe und Erholung. Aber nicht lange, … denn vieles kann verbessert werden, manches muss sich ändern, aber hoffentlich, hoffentlich bleibt auch vieles so wie’s war: Wunderbar!

Vielen Lieben Dank an euch alle, dass ihr die Kesselgasse zu dem gemacht habt, was sie ist.
Maffis

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